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13.07.2010

Gegen den Markt: Tankstellen steigern Absatz

Gegen den Markt: Tankstellen steigern Absatz erneut
29 Prozent mehr investiert: 13,8 Millionen Euro
Weitere Firmenflotten nutzen Westfalen Service Card

Erneut hat der Geschäftsbereich Tankstellen der Westfalen AG seine Kraftstoffabsätze
über die Branchenentwicklung hinaus verbessert. Das wurde
sowohl durch neue Standorte als auch höhere Absätze an bestehenden
Stationen erreicht. „Die Margen bewegten sich ganzjährig auf angemessener
Höhe“, erläuterte Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen
AG aus Münster anlässlich der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr
2009. Der Umsatz dagegen lag deutlich unter dem von 2008, da seinerzeit eine
Ölpreis-Explosion in der Spitze für Preise von rund 1,50 bis 1,60 Euro für Ottoals
auch für Dieselkraftstoff gesorgt hatte. Im Berichtsjahr waren die Kraftstoffpreise
demgegenüber stark rückläufig.
Deutlich über Vorjahresniveau lagen 2009 die Investitionen. Mit einem Plus von
29 Prozent erreichten sie 13,8 Millionen Euro. Rund die Hälfte floss in einen
Tankstellenneubau in Köln-Bocklemünd und eine weitere Anlage in Duisburg.
Darüber hinaus wurde in Tönisvorst das inzwischen neunte Burger King®-
Restaurant errichtet. Mit den Marken Westfalen und Markant ist die Westfalen
AG weiterhin der größte konzernunabhängige Anbieter von Kraft- und Schmierstoffen
im stark umkämpften deutschen Tankstellenmarkt.
An ihren Tankstellen setzt die Westfalen AG weiterhin stark auf alternative
Kraftstoffe. So gab es per Jahresende 2009 an 87 Stationen Autogas. Dessen
Durchschnittsabsatz liegt weit über dem der Branche und stieg noch einmal
trotz relativer Marktsättigung um 30 Prozent. „Hier wirkt sich der gute Ruf aus,
den sich die Westfalen AG als Qualitätsanbieter erarbeitet hat“, lautet die Begründung
von Fritsch-Albert für die LPG-Erfolgsgeschichte. Erdgas wird an 15
Westfalen-Tankstellen angeboten. Hier lag der Zuwachs bei nur 2,7 Prozent,
ein Indiz dafür, dass Autogas in der Verbrauchergunst viel weiter vorne liegt.
Bioethanol E85 kann der Autofahrer an sechs Stationen tanken. Durch Einrichtung
neuer Standorte wurde der Absatz dieses Alternativkraftstoffes 2009
mehr als verdoppelt. Verunsichert würden die Autofahrer jedoch, so Fritsch-
Albert, durch den kurzsichtigen und schwankenden Umgang der Politik mit dem
Thema Biokraftstoffe.
Mit Kraftstoffen allein lässt sich eine Tankstelle aber schon lange nicht mehr
wirtschaftlich betreiben. Da zeigt sich, dass die Westfalen AG mit ihrem
Konzept des Compact-Marktes richtig aufgestellt ist, denn diese Sparte erzielte
bei einem deutschlandweit nahezu stagnierenden Shopgeschäft ein beachtliches
Umsatzplus. Niedrige, aber kontinuierlich steigende Zuwächse gibt es bei
Obst und Gemüse, Molkerei- und Wellnessprodukten. Eine abnehmende Rolle
spielen hingegen als klassische Tankstellen-Produkte die Schmierstoffe. Hier
wirkte sich auch die Zulassung zahlreicher Neufahrzeuge als Folge der Abwrackprämie
aus. Doch der Rückgang war geringer als bei den Mitbewerbern,
bei hochwertigen Leichtlaufölen konnte erneut sogar eine Steigerung erzielt
werden.
Textile Bürsten und Nanotechnologie bei neu ausgestatteten Waschstraßen
und Portalwaschanlagen sind das Erfolgsrezept der Westfalen AG bei der
Autopflege. Verbunden mit Verkaufsfördermaßnahmen konnte sowohl die Zahl
der verkauften Autowäschen als auch der Durchschnittserlös erhöht werden.
Die Akquisition weiterer Firmenflotten hat zu abermaligen Steigerungen bei der
Westfalen Service Card geführt, die damit ihre Position ausbauen konnte. Die
über sie abgerechneten Kraftstoffmengen stiegen absolut wie auch im Vergleich
zu Karten anderer Anbieter überdurchschnittlich.
Durch den Bau von drei neuen Tankstellen, so in Kerpen, Düren und Olfen, will
die Westfalen AG die Attraktivität ihres Netzes auch 2010 stärken.

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